Wohnen - Neue Lösungen gefragt!
Trotz Zuwanderung ist die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen im letzten Jahr gesunken. Langfristige Prognosen bis 2060 zeigen, dass die Einwohnerzahl sowohl in Deutschland als auch in Schleswig-Holstein in allen Szenarien zurückgehen wird. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung in einigen besonders gefragten Regionen immer weiter, ohne erkennbare Obergrenze.
Die Antwort vieler politischer Entscheidungsträger, dieses Wachstum mit immer neuen Neubaugebieten zu fördern, verschärft das Problem eher. Denn dieses Wachstum geht oft auf Kosten anderer Regionen in Deutschland. Eine sinnvolle Strukturpolitik sollte darauf abzielen, die Bevölkerungsentwicklung gleichmäßig im ganzen Land zu verteilen, damit etwa Regionen wie z.B. Dithmarschen nicht abgehängt werden.
Die Wohnungsprobleme in den Ballungszentren sollten nicht nur durch Neubauten, sondern auch durch die bessere Nutzung bereits vorhandener Wohnungen gelöst werden. Ein Beispiel dafür wäre, durch gezielte Förderung Bestandswohnungen in Sozialwohnungen umzuwandeln. Zudem sollten neue, kreative Ansätze wie ein effektives Wohnraummanagement gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft oder Beratungsdienste für Menschen, die ihre Wohnsituation verändern möchten, weiterverfolgt werden.
Ralph Benecke
FDP-Fraktion Reinbek