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Allergopharma wird verkauft – der Weg bleibt!

Reinbek, den 03.03.2020. Lange hat uns der Weg zwischen den beiden Allergopharma-Grundstücken in der Reinbeker Politik beschäftigt. Zur Erinnerung: Allergopharma behauptete, dass es Vorschriften der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) gäbe, dass ein Export von Pharma-Produkten in die USA nur möglich sei, wenn der gesamte Produktionsablauf auf einem Grundstück stattfindet. Aus diesem Grund sollte der Weg zwischen den Allergopharma-Grundstücken geschlossen werden. Hierzu waren die Verwaltungsleitung der Stadt Reinbek und viele unserer politischen Mitstreiter bereit – nicht jedoch die FDP Reinbek. Grundsätzlich gilt für die FDP Reinbek die Bedürfnisse und Interessen der Gewerbefirmen ebenso zu beachten wie auch das Interesse aller Anwohner und dieses in Einklang zu bringen. Die Gewerbesteuer ist unsere wichtigste Einnahmequelle, schon deshalb unterstützen wir Gewerbebetriebe in Ihren Entwicklungen. In diesem Fall jedoch hatte sich die FDP Reinbek immer gegen den bedingungslosen Verkauf des Weges ausgesprochen, da Allergopharma zu keinem Zeitpunkt belastbare Nachweise zu den Vorschriften der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde beibringen konnte.

Ralph Benecke

Eine Bürgerinitiative und viele Anwohner hatten gegen die Schließung protestiert und mit großem Engagement für die Erhaltung des Weges gekämpft. Letztendlich verzichtete Allergopharma auf den Kauf des Weges. Nun wurde öffentlich, dass Allergopharma an die „Dermapharm Holding SE“ verkauft wird. Kurz vorher wurde seitens des Unternehmens bereits mitgeteilt, dass ein Kauf des Weges nicht mehr erforderlich ist. Wir wünschen dem Unternehmen unter neuer Führung viel Erfolg.



Die FDP Reinbek hat hier klare Kante gezeigt, obwohl von der Mehrheit unserer politischen Mitstreiter immer argumentiert wurde, dass es um Arbeitsplätze und Gewerbesteuer gehe, die bei Nichtzusammenlegung der Grundstücke gefährdet seien. Tatsächlich waren durch den nicht erfolgten Verkauf des Weges, weder die Arbeitsplätze noch die Zukunft des Unternehmens zu irgendeinem Zeitpunkt gefährdet.



Der Imageschaden, den die Stadt Reinbek und andere politische Mitstreiter bei Verkauf des Unternehmens mit den zusammengelegten Grundstücken erlitten hätte, wäre groß gewesen, da die Interessen der Anwohner nicht berücksichtigt worden wären.



Hoffen wir also, dass alle Beteiligten aus diesem Lehrstück gelernt haben.





Ihre FDP Fraktion Reinbek